An der 1. Schweizer Schnapsmeisterschaft siegten die Exoten

Nicht Pflümli und nicht Bätzi, nicht Kirsch und nicht Williams stehen an der 1. Schweizer Schnapsmeisterschaft dem Stockerl, sondern drei Brände, die in dieser Form vor ein paar Jahren kaum im Angebot waren: Himbeere, Kartoffel, Absinth. Sie machen deutlich, dass das Angebot an einheimisch Gebranntem an Facetten gewonnen hat.

104 Schweizer Brände von 49 Brennereien wurden von der internationalen Fachjury der Schweizerischen Weinzeitung verkostet. Zugelassen waren pro Betrieb maximal 3 Brände, Liköre, Geiste oder Bitter. Bewertete wurde nach dem 20-Punkte-Schema. Den Degustatoren waren nur Sorte, allfälliger Restzucker und Besonderheiten beim Ausbau bekannt.

Die höchste Bewertung (19,5/20) erhielt ein Himbeerbrand von Hans Erismann aus Bachenbülach/ZH («Herrliche Fülle im Gaumen, langer hocharomatischer Abgang von grosser Harmonie»). Auf dem 2. Platz (19/20) landete ein Kartoffelschnaps von Viktor Senn aus Gansingen/AG («Blitzsauber, erdig, frisch gekochte Schalenkartoffeln, süsse Fruchtaromen»). Die drittberste Bewertung (19/20) ging an den Absinth Duplais verte von Matter-Luginbühl, Kallnach/BE («Riecht intensiv nach frisch getrockneten, herben Kräutern, sehr komplex und ausgewogen»).

Vertreten waren Brennereien aus allen Landesteilen der Schweiz. Die Jury setzte sich aus acht Spezialisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Sie freute sich über das generell hohe Niveau der eingereichten Produkte.

In der März-Ausgabe der Schweizerischen Weinzeitung sind die 75 bestplatzierten Schnäpse aufgelistet und die drei Sieger porträtiert.

Die Schweizer Schnapsmeisterschaft soll künftig jährlich durchgeführt werden.

(Medienmitteilung „schnapsnasen.ch“, Stefan Keller)

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