Une Emile svp.

lacluse.jpg
Emile Pernot Distillerie vorne Rechts

Immer wieder stolpert man über die Stadt Pontarlier wenn es um Absinth geht. Dies wundert nicht sonderlich, ist diese alte Bell-Epoqe-Perle doch die Hauptstadt der französischen Absinth-Produktion. Ursprünglich im schweizer Jura erfunden, wanderten immer mehr der Brenner aus Steuergründen über die Grenze nach Frankreich um die „grüne Fee“ zu produzieren.

Auf Einladung der Geschäftsleitung war ich im Oktober in Frankreich auf Tagesbesuch in den neu bezogenen Räumlichkeiten der Brennerei, in La Cluse-et-Mijoux. La Cluse-et-Mijoux liegt auf 860 m ü. M., etwa vier Kilometer südsüdöstlich der Stadt Pontarlier (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, im Tal des Doubs, an einer Engstelle unterhalb des Château de Joux, nahe der Grenze zur Schweiz.

Die Emile Pernot Destillerie wurde im Jahre 1890 als kleines Familienunternehmen auf dem Höhepunkt der Absinth-Popularität gegründet. Nachdem 1915 Absinth in Frankreich verboten wurde, überlebte die kleine Brennerei mit der Produktion von lokalen Spezialitäten wie Likören und Anis. Heute ist sie eine von gerade mal zwei produzierenden Brennereien von ehemals 22 Destillerien die in der Pontarlier-Region beheimatet waren!

CIMG1441.JPGDie Eigenmarke, Absinth „Vieux Pontarlier 65“ wird sorgfältig in Kleinserien hergestellt. Dazu verwendet die Firma ein altes und traditionelles (80 jährige) Brenngerät, die speziell entwickelt wurde, um Absinth zu destillieren. Der Klassiker wird aus lokal angebautem Wermuth, der zum Besten der Welt gezählt wird, zusammen mit grünem Anis und einer Vielzahl von zusätzlichen aromatischen Kräutern und Gewürzen hergestellt.

So verwundert es auch nicht, dass die Emile Pernot Destillerie hinter vielen weltweiten Top-Absinth’s steht, die für Kunden produziert wird. Von der Entwicklung einer Rezeptur bis hin zur Fertigung und Abfüllung erledigt die rührige, kleine Brennerei alles für den Kunden! Jetzt soll zusätzlich noch Kirsch und Enzian ins Portfolio wandern – der Grund meines Besuches.

Hier ein paar Impressionen vom Brennereibesuch…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.