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IWSC Award Banquet 2008

Die Internationale Wein- & Spirituosenprämierung IWSC gab bei einem grossartigen Bankett Mitte November seine Sieger bekannt. Old Billingsgate mit Blick auf die Themse, inmitten Londons, war die majestätische Kulisse für diesen Anlass. Alljährlich trifft sich das Who is Who der Wein- und Spirituosenbranche zu diesem Anlass um die Produkte und Kollegen zu feiern.

Der Abend begann mit der Möglichkeit, alle 300 Gold- und Trophäen-Sieger zu degustieren. Zeitgleich wurden im Obergeschoss Trophäen für verschiedene Kategorien überreicht, bevor das festliche Abendprogramm begann.

Unter den gut 600 Gästen waren auch Ulrich Zeni und Arthur Nägele von der Spirituosenakademie. Arthur Nägele bereitete 2004 den Edelbränden den Weg in die Internationale Prämierung. Eine eigene Kategorie wurde unter der Beratung der Spirituosenakademie eingerichtet.

Stellvertretend für die Firma Zwack-Unikum aus Ungarn, die persönlich nicht anwesend war, konnte Arthur Nägele als „Gründer“ der Edelbrand-Kategorie die Trophäe für den Besten Edelbrand 2007 entgegennehmen. Überreicht wurden die Trophäen durch die diesesjährige Präsidentin Gina Gallo, Tochter der E. & J. Gallo Dynastie aus Californien – bekannt vor allem durch Ihre weltweit erfolgreichen Weine.

Die Einreichungen der Spirituosen-Kategorien erhöhte sich um weitere 16% im Jahr 2007, die IWSC bleibt somit eine der größten Spirituosenprämierungen mit knapp 1300 Produkten aus 70 verschiedenen Ländern. Unter Einberechnung aller eingereichten Weine degustierten die internationalen Verkoster dieses Jahr knapp 8000 Produkte aus aller Welt.

Nach einem rigorosen Ausleseverfahren ging der Preis für den „Distiller of the Year“  an den südafrikanischen Hersteller Distell Group Ltd, der sich den Titel gegen Mitbewerber wie Diageo, Beam Global und William Grant & Sons mit kompromissloser Qualität sichern konnte. Distell Südafrika ist der führende Hersteller und Vertreiber von feinen Weinen, Spirituosen und alkoholischen Premix-Getränken (RTDs). Die Auszeichnung wurde auf der Grundlage der Einzelergebnisse der prämierten Produkte des Unternehmen in der Prämierung vergeben.

Ein Eckstein der Wahl zum „Distiller of the year“ war sicherlich das aussergewöhnlich gute abschneiden in der Kategorie Wodka, in der Distell mit seiner Marke „Mainstay“ ebenfalls die Trophäe erhielt. Dies brachte schon im Vorfeld der Verleihung einiges an Diskussionen in der Branche mit sich, da „Mainstay“ ein Produkt aus Zuckerrohr ist. Derzeit ist eine heftige Diskussion im Gange, welche Rohstoffe für Wodka erlaubt sein sollen – die Osthersteller bestehen auf eine Festlegung auf Getreide. Derzeit gibt es keine feste Regelung der Rohstoffe, es tummeln sich mehrere Marken die aus Wein oder Zuckerrohr destilliert werden.

Mit Ende des Verleihungs-Bankettes beginnt bei der Prämierung traditionell das neue Prämierungsjahr. Die Einreich-Unterlagen sind bereits auf der Homepage www.iwsc.net zum download bereit, die Verkostungs-Saison beginnt Anfang März 2008 und dauert bis Ende September des Jahres. Die neue Homepage der Prämierung ist immer einen Besuch wert, alle Ergebnisse können dort in der Datenbank gefunden werden.

Edelbrände, ultimative Geschmackserlebnisse

DSCN2774.JPGDie Internationalen Schnapsverkostertage setzten auf Weiterbildung von Laien und Fachleuten. Denn wer einmal um die wahren Edelbrände weiß, trinkt geringe Mengen und genießt das Erlebnis. Sie waren sich einig, ob Veranstalter Arthur Nägele, Gaissau, Ulrich Zeni, Ötztal im Tirol, beide von der Spirituosenakademie, oder Patrik Zbinden, Radiomann und DIN-Sachverständiger für Sensorik: Wer Edelbrände einmal schätzen gelernt hat, verzichtet auf Quantität und setzt auf Qualität, weil diese das ultimative Aromaerlebnis bieten.

Dazu Patrik Zbinden: „Fruchtbrände sind das Parfum der Natur. Wenn es ein Künstler – gute Brenner sind das – schafft, das Naturaroma einzufangen und ich die Frucht im Glas konzentriert habe, ist das ein wunderbares Erlebnis, das die wenigsten kennen. Es ist kein Brennen, sondern fühlt sich beinahe sirupartig an und ist einer der höchsten Genüsse.“ Deswegen vergleicht Zbinden Edelbrände mit gutem Brot oder Käse, welche Konsumenten ja auch nicht sinnlos in den Körper stopfen, sondern das Aromaerlebnis suchen.

DSCN2852.JPGUlrich Zeni ist überzeugt davon, dass breite Information über Edel- brände die beste Prävention gegen Alkoholismus und jugendliches Komatrinken ist; denn wer einmal die Qualität und den Genuss eines verkosteten Edelbrandes erlebt hat, kehrt nicht zum betäubenden Betrunkenheitserlebnis zurück. Deshalb plädieren Zeni und Nägele für beste Qualität und damit verbunden für entsprechend höhere Preise. Christian Mathis, Inspektor der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV), unterstützt den Gedanken nach qualitativ hochstehenden Produkten. Deshalb schaffte die EAV eine Ausbildungsbrennerei an, um Kurse abzuhalten. Gleichzeitig besuchen die EAV-Mitarbeiter selbst Weit erbildungskurse wie die Internationalen Bodensee Schnapsverkostertage, welche zum 5-Jahr-Jubiläum neben den 25 Workshops auch mit einem auf der EAV- B r e n- nerei am Samstag gebrannten Walzenhauser Absinth aufwarteten.

DSCN2862.JPGWeiterer Höhepunkt war der Whisky-Schokolade-Erlebnisabend mit Patrik Zbinden und das Seminar von Absinth-Spezialist Yves Kübler. Er führte in die Geheimnisse des Absinths ein, den Künstler wie Van Gogh wegen seiner Mystik zum Malen ihrer teuersten Bilder benützten. Neues und Bewährtes auch im Work- shop „Kleines Steinobst“ den Andre Richiger gekonnt führte.