Rum vom Alpenrhein!

“]Die Grafenwalder:  Gerd M. Jäger, Wolfgang Summer und Bruno Ammann [v.l.n.r]

Was hat der Grafenwald mit der Karibik gemein? RUM!

Am vergangenen Montag war das erste Training des Vorarlberger Verkosterkreises in der Privatbrennerei Broger in Klaus und es war ein feudaler Abend. Nach dem offiziellen „Steinobst-Training“ für die Verkoster, wurden mitgebrachte Proben der Teilnehmer blind degustiert. Dass die Brennerei Grafenwald seit längerem an einem eigenen Rum arbeitet war mir bewusst, hat die Spirituosenakademie doch die Melasse besorgt.Das fertige Ergebnis allerding kannte bisdahin aber noch niemand.

In langwieriger Handarbeit wurden auf dem Potstill der Grafenwald-Destillerie im vergangenen Jahr 2 Tonnen Melasse destilliert. Daraus entstand der erste Vorarlberger Rum. Ein grosser Teil des jungen weissen Rums wurde in Eichenfässer für die weitere Lagerung gefüllt, ein kleiner Teil wird jedoch auch als „weisser Rum“ auf den Markt kommen. Blind degustiert konnten die meisten anwesenden Fruchtbrenner nichts mit dem Destillat im Glas anfangen, dabei ist das Produkt ein wahrer Überhammer!

Degustationsnotiz “Rum vom Grafenwald” 45 Vol%

Aussehen
klar, farblos, deutliche Schlieren

Geruch
ausgeprägt rauchig,  sehr würzig, estrig-fruchtig, leicht bananig, verhaltene Kokostöne

Geschmack
intensive, typische Rumaromatik, Noten von Rum-Rosinen, tropische Früchte, dezente Nougat-Töne, voller Körper und mächtiger, langer Abgang

Kommentar
Definitiv ein Geniestreich, nichts für Bacardi weiss Trinker oder Warmduscher! Das ist kräftiger, estriger und leicht rauchiger Rum der mit dem kommenden Fassausbau in Richtung „Old Navy Rum“ geht. Weiter so!

[rating:5/6]

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